Zen-Texte | Die wahre Freiheit

Wolfgang Kaschel

Die wahre Freiheit

Die wahre Freiheit ist die Freiheit von sich selbst

Eine Lehre die entleert...

Warum ist die Welt, wie sie ist? Mit all ihren Pflichten, Anstrengungen, Höhen und Tiefen?
Und wie finde ich darin ein möglichst dauerhaft glückliches und sorgenfreies Leben?

Diese oder eine ähnlich lautende Frage haben sie sich sicher auch schon gestellt, oder etwa nicht?
Sie freuen sich Tag ein Tag aus an großen oder kleinen Dingen und Vorkommnissen, leiden mal mehr und mal weniger unter den Problemen und Herausforderungen des Daseins, wie jeder andere auch. Wie jeder andere? Ja! Es gibt für einen Betroffenen kein Entrinnen. Ganz schön ernüchternd, aber Fakt. Und zu guter Letzt sind wir auch noch dem Tod ausgeliefert und viele Sterbende bedauern an ihrem Ende noch das unerledigte und versäumte. Werden sie das auch tun?

Es gibt einen Ausweg!
Nein, nicht vor dem Sterben und auch nicht für JEMANDEN, für einen Menschen, der sich für das hält, was er nicht ist. Für den, der sich (be)müht, versucht sich zu verbessern, dazu zu lernen, jemand werden möchte, besteht keine Hoffnung. Vergessen sie alles was sie gelernt haben, was es zu lernen gibt, es stört nur beim Erkennen. Hören sie auf „zu wollen“, sich zu therapieren, zu verbiegen. Was auch immer gerade hier ist, genau das, bietet die Möglichkeit sorgenfrei, zufrieden und von allem unberührt zu sein.

Die Möglichkeit „nur zu sein, ohne etwas“ ist vorhanden. Besser gesagt, sie „sind bereits DAS“. Verdeckt von einem einzigen missverstandenen Gedanken, der zu immer neuen falschen Interpretationen geführt hat und immer weiter führt. Dieser Gedanke verschleiern die eigene ursprüngliche Unberührtheit.

Es ist nur diese eine winzige Kleinigkeit, mit großer Wirkung, die von einer endgültigen Entspannheit trennt. Dieser erste Gedanke und seine Verhaftung damit. Er beinhaltet die Unwahrheit über sie selbst und die fehlende Bewusstheit über das eigene wahre Wesen.

Diese Bewusstheit nimmt allen Druck und alles Wollen. Wie kann sie erreicht werden? Auf vielerlei Arten. Eine davon ist die Selbstergründung in Meditation. In Stille forscht du nach, Wer oder Was du wirklich bist. Was warst du, bevor du DU geworden bist? Wer hat dir gesagt, dass du bist? Seit wann bist du? Dabei hilft kompromissloses Konzentrieren auf ausschließlich eine dieser Fragen, ohne zu analysieren, ohne Ablenkung des Geistes. Damit ergründest du in Selbsterforschung deine eigene Realität, den Ursprung deiner Person und gleichzeitig von allem was für dich da ist. Denn du selbst bist die höchste Wahrheit.

Was passiert, wenn die Bewusstheit aufblitzt, was du wirklich bist? Das ist unvorstellbar für ein ICH. Ein unwiderrufliches Loslassen, von allem was unwahr ist, allen Konzepten und allem falschen Denken. Freiheit, Frieden werden wahrgenommen und Mühelosigkeit im puren Sein geschieht. Wie fühlt sich diese Möglichkeit an, wenn sie das lesen und offen dafür sein können? Vielleicht „Entlastend...“?

Bleiben sie genau da, wo sie jetzt sind. Gleich jetzt, fragen sie sich nur Wer oder Was sie sind. Bleiben sie einfach still und lauschen sie. Lassen sie keine Interpretation, keine Idee zu. Dann erkennen sie was wirklich ist. Dann wissen sie, dass „Alles“ seinen natürlichen vorgesehene Lauf nimmt und so sein darf, immer schon. Am Ende erfahren sie, dass es nur das gibt, was sie sind und sonst nichts.


Wolfgang Kaschel, Mediationslehrer Schardenberg
www.meditative-heilkunst.at

Quelle: Aus der Wahrheit

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